IVOM – Therapie der feuchten Makuladegeneration (CNV)

Bei der trockene Form der Makuladegeneration gibt es derzeit keine wirkungsvolle Therapie. Jedoch kann der Verlauf durch ausgewogene Ernährung, Umstellung der Lebensweise und Nahrungsergänzungsmittel (AREDS) verzögert und das Risiko für den Wechsel zu einer feuchten Form verringert werden.

Hat bereits eine Gefäßneubildung (CNV) begonnen und sind Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut nachweisbar (OCT, FLA) sollte so früh wie möglich therapiert werden.  Wird die feuchte Form der Makuladegeneration rechtzeitig erkannt und behandelt kann die Therapie wieder zum Anstieg der Sehkraft und zum Rückgang der zentralen Trübungen führen. Hierfür stehen heutzutage vielversprechende, geprüfte und zugelassene Medikamente zur Verfügung (Lucentis, Eylea, Macugen). Weitere Wirkstoffe werden derzeit in großen Studien untersucht.

IVI = intra-vitreale Injektion

Intravitreale operative Medikamenten-Eingabe
Intravitreale operative Medikamenten-Eingabe

Die Medikamente werden am Ort des Geschehens eingesetzt. Durch eine kleine Spritze unter lokaler Betäubung wird das Medikament ins Inneren des Auges eingegeben. Die Nebenwirkungen auf den gesamten Körper bleiben hierdurch sehr selten und der Wirkstoff kann über einen gewissen Zeitraum seine Wirkung entfalten. Die Behandlung wird abhängig von der Aktivität der Erkrankung und dem Therapieerfolg zunächst im monatlichen Rhythmus wiederholt.
Die Übernahme der Kosten für die Behandlung einer feuchten Makuladegeneration müssen bei den gesetzlichen Krankenkassen beantragt werden. Der größte Teil der Kosten wird bei Genehmigung bis auf einen geringen Eigenanteil übernommen.
Diese neuen vielversprechenden Therapiemöglichkeiten haben bewirkt, dass sich die Anzahl an Erblindungen durch eine altersabhängigen Makuladegeneration über die letzten 10 Jahre halbiert hat.