Diagnostik und Therapie zum grünen Star

Man unterscheidet verschiedene Arten von Glaukom

Das Offenwinkelglaukom

HRT - moderne Glaukomdiagnostik
HRT – moderne Glaukomdiagnostik

ist das am häufigsten vorkommende Glaukom und wird wiederum in Unterformen eingeteilt:

  • Hochdruckglaukom
  • Normaldruckglaukom
  • Niederdruckglaukom
  • okuläre Hypertension

Das klassische Hochdruck- und Normaldruckglaukom kommt häufig familiär vor. Es wird meist zufällig diagnostiziert, da der Patient den hohen Augeninnendruck nicht bemerkt. Nur durch eine Druckmessung und eine Inspektion des Sehnerven kann der Augenarzt Auffälligkeiten feststellen und eine entsprechende Diagnostik und Therapie einleiten. Eine Augendruckmessung alleine reicht nicht aus, um die Gefahr eines Glaukoms zu erkennen. Selbst ein „normaler“ Augendruck bedeutet nicht, dass kein Glaukom vorliegt, denn bei einem Niederdruckglaukom liegt eine Sehnervschädigung selbst bei einem niedrigem Augeninnendruck vor. Die Ursache für die Sehnervschädigung ist noch nicht ganz geklärt, es wird eine Durchblutungsstörung des Sehnervkopfes – unabhängig vom Augeninnendruck – nicht ausgeschlossen. Dennoch sollte auch in Fällen eines Niederdruckglaukoms der Augeninnendruck medikamentös so niedrig wie möglich gehalten werden.

Die Diagnostik des Glaukoms ist von entscheidender Bedeutung. Neben der Augeninnendruckmessung und der Befundung des Sehnerven können noch mehrere, sehr sinnvolle Untersuchungen durchgeführt werden. Zunächst sollte der Augeninnendruck im Rahmen eines Tagesdruckprofiles mehrmals am Tag gemessen werden, da der Augeninnendruck einem circadianen Rhythmus unterliegt. Man kann aus den Druckwerten wertvolle Rückschlüsse auf die Art des Glaukoms ziehen. Daneben sollte sich in jedem Falle eine Gesichtsfeldmessung anschließen. Frühzeitige pathologische Veränderungen des Sehnerven, also noch vor Gesichtsfeldausfällen, können mit modernsten Untersuchungsmethoden festgestellt werden – z.B. GDX-Nervenfaserdickenmessung (RNFL), HRT-Retina-Tomographen oder OCT-Messung. Diese Untersuchungen werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt, welche dieser Untersuchungen für Sie sinnvoll sind.
Therapie: www.infopotenzmittel.com Die Medikamente zur Augeninnendrucksenkung haben verschiedene Wirkungsweisen und beeinflussen im Prinzip zwei Faktoren, die für den Augeninnendruck verantwortlich sind:

  • Die Produktion von Kammerwasser
  • Den Abfluß des Kammerwassers im Kammerwinkel

In den Fällen, in denen die Augentropfen den Augeninnendruck nicht genügend tief senken können oder Unverträglichkeiten bestehen, muß mit Hilfe einer Operation der Augeninnendruck gesenkt werden. Eine augeninnendrucksenkende Operation ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie rechtzeitig, also vor einer Schädigung des Sehnerven durchgeführt wird. Ihr Augenarzt wird in diesen Fällen ein eingehendes Gespräch mit Ihnen führen, selbst die Operation durchführen oder Sie zu einem operierenden Kollegen überweisen.

Engwinkelglaukom

Beim Engwinkelglaukom liegen abnorme anatomische Verhältnisse im Kammerwinkel vor. Weitsichtige (hyperope) Patienten haben häufig einen engen Kammerwinkel und laufen Gefahr, einen Glaukomanfall zu erleiden. Es gibt drei klassische Symptome, die einen zu hohen Augeninnendruck signalisieren, oder als Symptome eines akuten Glaukoms zu werten sind: ein rotes, schmerzendes Auge in Verbindung mit „Regenbogenfarben“. In diesem Falle sollte schnellstmöglich ein Augenarzt aufgesucht werden, der entweder – falls rechtzeitig noch therapiert werden kann – medikamentös den Glaukomanfall behandeln kann, oder mit Hilfe einer Lasertherapie (Laser-Iridektomie) den Augeninnendruck reguliert. In manchen Fällen kann jedoch auch mit dem Laser der Augeninnendruck nicht mehr gesenkt werden. Dann wird eine chirurgische Iridektomie erforderlich. Dies erfordert eine Krankenhauseinweisung.

Das Sekundärglaukom

Das Sekundärglaukom ist meist die Folge einer Verlegung des Kammerwinkels (also der Stelle im Auge, an der das Kammerwasser abfließen kann) durch Blutgefäße, Entzündungen, Verletzungen oder Tumoren. Meist handelt es sich um Spätfolgen bei Diabetes mellitus oder nach Zentralvenenverschluss. Eine Regulierung des Augeninnendruckes kann dabei nur chirurgisch erfolgen.

Buphthalmus

Der Buphtalmus, das kindliche Glaukom, ist angeboren und fällt den Eltern oder dem Kinderarzt durch ein großes Auge mit trüber Hornhaut auf. Hier sollte schnellstens eine entsprechende Diagnostik durchgeführt und operativ der Augeninnendruck reguliert werden.